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Bevor Sie ein Bild aus Photoshop in einem Layoutprogramm wie X-Press
oder InDesign plazieren, sollten Sie die Datei auf Ihre Druckfähigkeit
prüfen:
- Befindet sich die Bilddatei im richtigen Farbraum
und ist die Datei
für Druckverfahren und das Papier optimal separiert? Auf der sicheren Seite sind Sie im Vierfarbdruck mit CMYK-Dateien. Wenn Sie RGB-Bilder drucken, können Sie versuchen, mit Hilfe von ICC-Profilen die Farbausgabe zu beinflussen.
- Sind überflüssige Kanäle, Ebenen und Pfade gelöscht?
Gehen Sie dazu in die Ebenenpalette, reduzieren Sie das Bild gegebenenfalls
auf die Hintergrundebene und löschen Sie vorhandene Pfade aus der
Pfadpalette. In der Kanälepalette sollten sich lediglich der Cyan-,
Magenta-, Gelb- und Schwarzkanal befinden. Wenn Sie die überflüssigen
Informationen entfernt haben, müssen Sie eine Kopie Ihres Bildes
erstellen, damit die Pfade und Ebenen etc. in der Originaldatei erhalten
bleiben, vielleicht brauchen Sie sie später noch einmal.
- Kann der Empfänger der Datei das Dateiformat
problemlos weiterverarbeiten? TIFF oder EPS sind sichere Formate. XPress und InDesign können in ihren aktuellen Versionen auch native Formate wie PSD (Photoshop) oder AI (Illustrator) genauso wie PDF direkt einlesen.
- Haben die Lichter und Tiefen im Bild noch Zeichnung? Die hellsten noch
druckbaren Bildteile können in einem Motiv mit großem Tonwertumfang ca. 4%, die dunkelsten ca. 95% Deckkraft
haben, wenn auf gestrichenem Papier gedruckt wird. Der druckbare Tonwertumfang hängt unter anderem vom Druckverfahren
und dem Papier ab. Auf Zeitungspapier haben Sie einen geringeren Tonwertumfang.
- Wie wirkt sich der Bedruckstoff (Zeitungspapier oder farbiges Papier)
auf die Farben aus?
- Entspricht die Bildauflösung der Rasterweite im Druck?
- Natürlich dürfen Sie nicht vergessen, die Bilder mit Ihrem
X-Press Dokument auch zum Belichtungsbetrieb mitzuschicken.
- Lassen Sie bei kritischen Aufträgen einen Farbproof erstellen
und vom Kunden abzeichnen. Das farbverbindlichste Verfahren ist der
Andruck auf der Produktionsmaschine. Auch Chromalin und Iris-Proof werden
in Druckereien gerne genommen und kommen in der Qualität dem Andruck
sehr nahe.
Aufgaben
A Bereiten Sie die Photoshopdatei "fuer_Druck_aufbereiten.psd"
für den Druck im 60er Raster in einer Zeitschrift auf.
Drucken Sie
das Bild vierfarbsepariert mit Schnittmarken, Passkreuzen etc. aus einer
DTP-Software.
B Drucken Sie aus X-Press oder InDesign eine Photoshop-Duplexdatei
mit zwei Sonderfarben und Schwarz.
C Erstellen Sie eine Tiff-Datei oder eine DCS-Datei (DesktopColorSeparation) mit Cyan,
Magenta, Gelb, Schwarz und einer Schmuckfarbe.
Drucken Sie diese Datei separiert aus einem DTP-Programm.
D Füllen Sie ein Belichtungsformular aus.
Kontrollfragen
Welche Speicherformate werden üblicherweise für die Druckvorstufe
verwendet?
Wie reduzieren Sie eine Datei mit mehreren Ebenen auf die Hintergrundebene?
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