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Photoshop Kompaktkurs

Einführung
Die Programmoberfläche
Einfache Maltechniken
Einfache Auswahltechniken
Weitere Werkzeuge
Montagen und Ebenen
Ebeneneffekte und Stile
Filter
Bildmodus, Farbmodelle und Kanäle
Tonwerte und Gradationskurven
Farbkorrekturen
Speicherformate
Typografisches
Pfade
Weiterverarbeitung in DTP-Programmen
Photoshopdateien im Internet verwenden
Literaturhinweise


     Farbmodelle und Bildmodus
 


Ein wenig theoretisches Hintergrundwissen kann nicht schaden, um zu verstehen, wie Farbe und Farbkorrekturen in Photoshop funktionieren.
In der Bildbearbeitung haben wir es mit verschiedenen sogenannten "Bildmodi" zu tun.
Für die Druckvorstufe bieten der CMYK- also der Vierfarbmodus oder der Graustufenmodus die höchste Produktionssicherheit. Für Webdesign, CD-ROM und elektronische Medien sollten Sie im RGB-Modus arbeiten. Zwar können Sie auch RGB-Dateien in Layoutprogrammen plazieren und anschließend im Vierfarbdruck ausgeben, das Druckergebnis ist aber kaum vorhersagbar. Beim RGB-Workflow können Sie höchstens versuchen, die Druckausgabe mit ICC-Profilen zu kalibrieren.
In der untenstehenden Abbildung finden Sie einen Überblick über die gebräuchlichsten Bildmodi.

Bildmodi

Bitmap Dieser Begriff wird im Programm Adobe Photoshop für Strichzeichnungen verwendet, also Dateien, in denen nur schwarze und weiße Pixel vorkommen. In anderen Bildbearbeitungsprogrammen steht der Begriff "Bitmap" allgemein für eine Pixelgrafik.

Graustufen wird für Graustufenbilder verwendet. Die 256 Tonwerte bei 8-bit Farbtiefe erscheinen für das menschliche Auge als übergangslose Abstufung.

Indizierte Farben werden bei GIF-Dateien im Internet sowie in der wissenschaftlichen und medizinischen Fotografie verwendet. Hier stehen maximal 256 Farben aus einer Palette von 16,7 Millionen Farben zur Verfügung.

RGB mit 8-bit Farbtiefe ist die Standardfarbtiefe der meisten Scanner. In diesem Modus arbeiten Sie, wenn Sie Bilder für elektronische Medien (Internet, CD-ROM) bearbeiten.

RGB mit 16-bit Farbtiefe wird von einigen hochwertigen Digitalkameras und Scannern geliefert. Viele Bearbeitungsfunktionen und Werkzeuge oder das Arbeiten mit Ebenen funktionieren in Photoshop 6 allerdings nicht bei Bildern mit 16-bit Farbtiefe, egal ob es sich um RGB, CMYK oder Graustufenbilder handelt. Zum Bearbeiten müssen Sie die Dateien auf 8-bit Farbtiefe herunterrechnen.

CMYK-Bilder werden für den Vierfarbdruck verwendet. Bei der Umwandlung des RGB-Scanns in den Vierfarbmodus, der sogenannten "Farbseparation", werden die Farben verändert. In CMYK sind leuchtende, stark gesättigte Farben wie in RGB oder Lab nicht möglich.

LAB ist ein geräteunabhängiger Bildmodus, der im gesamten Arbeitsablauf für die Konsistenz der Farbe sorgen soll.
In einigen Bildbearbeitungsprogrammen wie z.B. LinoColor ist es üblich, in Lab zu arbeiten und erst zum Schluss die Bilddatei in den für die Ausgabe benötigten Modus zu wandeln. Der Lab-Modus umfasst alle Farben, die das menschliche Auge wahrnehmen kann. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass Sie den Farbumfang Ihrer Bilddatei erst zum Schluss auf den für die Ausgabe notwendigen Umfang reduzieren.
Wenn Sie zum Beispiel ein Foto für einen Modekatalog aufbereiten, schränken Sie normalerweise nach den Scannen den Farbumfang auf den Vierfarbdruck (CMYK) ein. Wenn Sie dieses Bild später auch online publizieren also im RGB-Modus verwenden, haben Sie die gesättigten, leuchtenden Farben verloren. Das geschieht nicht, wenn Sie Ihre Bildbearbeitung in Lab durchführen und erst zum Schluss Duplikate Ihrer Bilddatei in RGB oder CMYK wandeln.

Es gibt in Photoshop weitere Bildmodi wie Duplex oder Mehrkanalbilder. Während der Bildmodus Mehrkanalbild nur selten genutzt wird (Effekte, Sonderfarben oder wenn Sie einzelne Kanäle als separate Datei brauchen), können Sie mit dem Duplexmodus interessante Bildwirkungen erzielen und Ihr Bild z.B. mit einem Sepiaton einfärben.

    Kanäle
 


Die Farbinformationen eines Pixels werden in den Bildkanälen gespeichert. Je nachdem, welchen Bildmodus Sie gewählt haben, ändert sich die Anzahl der Kanäle in Ihrem Bild.
Der Bitmap-, Graustufen- oder indizierte Farbmodus benötigen jeweils einen Kanal.
RGB-Dateien haben drei (für jede Farbe einen) und CMYK Dateien vier Kanäle.
In Photoshop hat jedes Pixel eines CMYK-Bildes vier Farbinformationen, die für Cyan, Magenta, Gelb und für Schwarz. Die Farbinformation liegt jeweils in einem eigenen Kanal. In RGB gibt es also einen Rot- einen Grün- und einen Blaukanal. Sie können jeden Kanal (Farbauszug) einzeln bearbeiten, indem Sie in der Kanälepalette auf den entsprechenden Kanal klicken oder alle Kanäle zusammen bearbeiten, indem Sie oben in der Palette "RGB" bzw. "CMYK" anklicken.
Kanälepalette
In dieser Palette können Sie die einzelnen Kanäle betrachten, indem Sie das Augensymbol links an- oder ausschalten.


    Farbwähler
 
Im Farbwähler finden Sie die verschiedenen Bildmodi wieder.
Farbwähler
Sie können hier Farben nach den Systemen RGB, LAB, CMYK oder HSB (Hue/Saturation/Brightness bzw. Farbton/Farbsättigung/Helligkeit) definieren. Außerdem haben Sie im Farbwähler die Möglichkeit, Farben aus dem Pantone- oder HKS-Fächer zu wählen.
Das Farbmodell HSB wird uns später bei den Farbkorrekturen wieder begegnen.

    Aufgaben
 


A
Erzeugen Sie stark gesättigte, leuchtende Farben im RGB-Modus und wandeln Sie diese in CMYK um.

B Setzen Sie das Graustufenbild "Schädel.tif" in den Duplexmodus um.

C Wandeln Sie ein Farbbild in Graustufen um. Benutzen Sie dazu auch den Kanalmixer unter Bild > Einstellen > Kanalmixer.

D Das Graustufenbild "infrarot.psd" zeigt die Wärmeverteilung an einem Generator. Wandeln Sie das Bild in indizierte Farben um. Die ursprünglich hellen Stellen (an dem Generatorgehäuse warmen Bereiche) sollen rot, die dunklen Stellen blau erscheinen.

TippTipp

Bei jeder Umwandlung von RGB nach CMYK und zurück werden die Farben geändert. Wenn Sie von Ihrer Lithoanstalt einen CMYK-Scann bekommen und dieser gedruckt werden soll, sollten Sie den Farbmodus nicht ändern.
Unter http://www.nec-monitors.de/specials/online_deutsch/srgb/index.html finden Sie eine nett gemachte interaktive Erklärung zum Thema Farbräume, sRGB und weitere Farbmodelle.

KontrollfrageKontrollfragen

Was ist eine Schmuckfarbe? (auch Vollton- oder Sonderfarbe genannt)
Welcher Farbmodus hat den größeren Farbumfang: LAB oder CMYK?
Was ist eine Euroskala?
Ein RGB-Scann hat eine Dateigröße von 12 MB. Wie hoch ist die Dateigröße des Bildes wenn die Datei vom RGB-Modus in den Graustufenmodus konvertiert wird?

 
 
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Letzte Aktualisierung dieser Datei am: 02.9.2005
Autor: Stephan Franke · Impressum und Hinweise zu diesen Seiten · Suche
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