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Bei der Umwandlung werden die Farben geändert. Der Farbumfang im
CMYK-Modus ist wesentlich kleiner als im RGB-Modus. Leuchtende, stark
gesättigte RGB-Farben können mit der Euroskala nicht gedruckt
werden und verlieren bei der Separation ihre Leuchtkraft. Wie die Separation
durchgeführt wird, legen Sie unter fest. Wählen Sie dort unter Sie finden dort einige vorgefertigte
Separationseinstellungen und die Möglichkeit, eigene Separationseinstellungen
zu erstellen.

Gehen Sie hier auf "Eigenes CMYK". Stellen Sie als Ausgangsbasis
unter Druckfarbenoptionen "Eurostandard Coated" ein. Das ist
eine Einstellung für den Druck auf gestrichenes, also hochwertiges
Papier. Sie können diese Einstellungen jetzt an Ihre Produktionsbedingungen
anpassen.
Die hier einzustellenden Optionen hängen vom Gesamtfarbauftrag des
Bildmotivs, vom Druckverfahren und vor allem vom Papier ab.
Je besser das Papier und je langsamer die Druckmaschine läuft, desto
geringer der Tonwertzuwachs. Bei Zeitungsdruckpapier können
Sie hier 30% einstellen, bei gestrichenem Bilderdruckpapier 5%.
Bei der Separationsart ist im Allgemeinen GCR einzustellen (Gray
Component Replacement), UCR ist nur bei reinen Prozessfarben im Bildmotiv
vorteilhaft.
Der Schwarzaufbau bestimmt, wie viel bei der Unterfarbenentfernung
aus CMY in den Schwarzfilm übertragen werden soll, "Mittel"
oder "Gering" ist für die meisten Druckmaschinen empfehlenswert.
Lassen Sie die Einstellung für Maximum Schwarz auf 100%.
Der Gesamtfarbauftrag hängt neben der Papierqualität
auch von der Geschwindigkeit und der Qualität der Druckmaschine ab.
Wählen Sie bei einem qualitativ schlechten Zeitungspapier 240%, bei
hochwertigem Papier 360%. Bei einem derart hohen Gesamtfarbauftrag muss
der Drucker allerdings darauf achten, dass das Papier schnell genug trocknet
und nicht zusammenklebt.
Wenn die Tiefen in Ihrem Bild kein sattes Schwarz haben, können Sie
mit 3 bis 5 Prozent Unterfarbenzugabe den Effekt der Unterfarbenentfernung
in den dunklen Bereichen reduzieren.
Aufgabe
Separieren Sie eine RGB-Datei einmal für Zeitungsdruck und für
ein Hochglanzmagazin.
Speichern Sie die Dateien ab und notieren Sie sich Ihre Separationseinstellungen.
Vergleichen Sie die Ergebnisse, indem Sie sich die einzelnen Farbauszüge
(Kanäle) am Monitor betrachten (über und dann in der Kanälepalette die anderen Kanäle
ausschalten). Beurteilen Sie Schwarzaufbau und Unterfarbenentfernung bei
verschiedenen Separationseinstellungen.
Erstellen Sie sich drei Standardseparationsmethoden 1. für Zeitungsdruck,
2. für normale Zeitschriften wie Brigitte oder Stern und 3. für
hochwertige Printprodukte auf gestrichenem Papier.
Tipps
Konvertieren Sie nicht mehrmals zwischen den Modi hin und her.
Sie verlieren bei jeder Modusänderung Bildinformationen.
Den Gesamtfarbauftrag in Ihrem Motiv können Sie in der Infopalette
ablesen, wählen Sie dazu die entsprechende Option im Aufklappmenü
der Palette.
Wenn Ihnen dieses Thema etwas kompliziert vorkommt, sollten Sie für
den Printbereich nur vorseparierte Scanns bei Ihrer Lithoanstalt
einkaufen und ausschließlich im CMYK-Modus arbeiten.
Wenn Sie aber in dieses Thema tiefer einsteigen wollen und mit einer Druckerei
vertrauensvoll zusammenarbeiten, sollten Sie mit dieser verschiedene Abwandlungen
der Separationseinstellungen absprechen und unterschiedliche Motive mit
modifizierten Einstellungen andrucken.
Ein Spezialfall ist die Separation für den Sechsfarbendruck
von Pantone, das außer mit CMYK noch mit Orange und Grün arbeitet
und dadurch einen größeren Farbumfang bietet. Für die
Separation in diesen Farbraum ist das Photoshop PlugIn "HexImage"
notwendig. Leider findet man kaum eine Lithoanstalt oder Offsetdruckerei,
die dieses Druckverfahren anbietet, da sich die Kunden aufgrund der höheren
Produktionskosten nur selten zum Sechsfarbendruck durchringen können.
Wenn Sie eine Druckerei kennen, die damit Erfahrung sammeln konnte, würde
ich mich über eine eMail
von Ihnen freuen.
Links
http://www.mediaforum.ch/eshop/index.html?product_id=000457&stage=3
Pantone Hexachrome
http://www.ipsi.fraunhofer.de/Kueppersfarbe/de/drucken.html
Siebenfarbendruck nach Harald Küppers
Literatur
Hennig Wargalla, Farbkorrektur. MITP Verlag Bonn 2001
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