|
In Lithoanstalten und Druckereien wird Photoshop eingesetzt, um Bilder
in den Tonwerten und Farben zu korrigieren. Wenn Sie ein kontrastarmes,
flaues Foto eingescannt haben, können Sie es in Photoshop verbessern.
Dabei helfen Ihnen Werkzeuge wie "Gradationskurven" oder "Tonwertkorrektur".
Die
Gradationskurven rufen Sie über auf.
Auf der horizontalen Achse steht der Tonwert VOR der Korrektur, auf der
vertikalen Achse der Tonwert NACH der Korrektur.
In der oberen Abbildung sehen Sie eine sogenannte "steile Gradation",
die Kurve steigt in den Mitteltönen steil an. Hier werden Tonwerte,
die vorher einen Wert von 68% hatten, nach der Manipulation 80% Deckung
haben. Dunkle Töne würden also noch dunkler, d.h. das Foto wird
kontrastreicher.
In der unteren Abbildung sehen Sie eine "weiche Gradation",
hier werden die Kontraste verringert.

Die Tonwertkorrektur rufen Sie über auf.

Mit den unteren Reglern (Tonwertumfang) schränken Sie den Tonwertumfang
des Bildes ein (das Bild wird kontrastärmer), mit den oberen Reglern
(Tonwertspreizung) erweitern Sie den Tonwertumfang (das Bild wird kontrastreicher).
Aufgaben
A Bringen Sie die Tonwerte in den hellen Bildteilen der Datei
"Schädel_flau.psd" auf 7 Prozent und in den dunklen
Bildteilen auf 95 Prozent Deckkraft.
Schritt
für Schritt
1. Rufen Sie sich die Informationenpalette über auf den Monitor.
2. Gehen Sie in den Tonwertkorrekturdialog über .
3. Ziehen Sie die oberen Regler an das "Gebirge" (das Histogramm)
heran. Wenn Sie jetzt im Bild mit der Maus über einzelne Bildbereiche
gehen, sehen Sie in der Informationenpalette den Vorher/Nachher-Wert und
können so überprüfen, ob die Lichter (die hellen Bereiche)
7% Tonwert haben.
B Scannen Sie eigene Bilder ein und optimieren Sie die Tonwerte.
Tipp
Die hellen Tonwerte eines Bildes nennt der Lithograf auch "Lichter"
oder "Vierteltöne".
Die dunklen Töne werden auch "Tiefen" oder "Dreivierteltöne"
genannt.
Achten Sie darauf, dass im Gradationskurvendialog Prozentwerte
(zwischen 0 und 100%) und nicht Tonwerte (zwischen Stufe 0 und 255) angezeigt
werden. Mit einem Mausklick auf die horizontale Achse schalten Sie zwischen
beiden Anzeigen um.
Benutzen Sie die Infopalette, um die Tonwerte zu kontrollieren.
Auf Ihren Monitor können Sie sich nicht verlassen.
Zur Pipette gibt es eine hilfreiche Alternative: das Farbaufnahmewerkzeug.
Damit können Sie bei Bildmanipulationen gleichzeitig bis zu 4 Punkte
in Ihrem Bild kontrollieren.
Das Histogramm () gibt
Ihnen Auskunft über die Verteilung der Tonwerte in Ihrem Bild. Wenn
das Histogramm zu viele leere Stellen aufweist, werden Sie wahrscheinlich
Abrisse beim Drucken von Verläufen bekommen.
Kontrollfragen
Was ist eine steile Gradation?
Was versteht der Lithograf unter Lichtern und Tiefen?
|