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XPress liefert mit seinen eingebauten Überfüllungsregeln in
der Regel brauchbare Resultate.
Im Gegensatz zu dem oben aufgeführten Beispiel bei FreeHand wird
in XPress kein neues Objekt erstellt und als überdruckend definiert,
sondern vorhandene Objekte werden gespreizt.
Probleme gibt es, wenn ein Objekt auf verschieden eingefärbten Hintergründen
liegt. Dann wird mit dem Wert, der in den Programmvorgaben für "unbestimmt"
definiert ist, überfüllt.
XPress prüft zunächst, ob für ein Objekt eine manuelle
Überfüllungseinstellung definiert wurde, dann überprüft
XPress, ob es eine farbspezifische Überfüllungsregel
gibt und wenn auch dort nichts vom Anwender definiert wurde, werden die
Programmvorgaben zum Überfüllen benutzt.
Um eine manuelle Überfüllung zu definieren, rufen Sie sich
die Überfüllungspalette überauf.
Das Programm vergrößert zwischen zwei aneinanderstoßenden
Flächen das Objekt mit der helleren Farbe gegenüber dem Objekt
mit der dunklen Farbe, d.h. die hellere Farbe läuft unter die dunklere
Farbe.
Der in XPress voreingestellte Standardwert für diese Überfüllung
beträgt nur 0,144 Punkt, das sind ca. 0,05 Millimeter.
Neben der Einstellung "Standard" können Sie die folgenden
Überfüllungsregeln anwenden:
- Überdrucken: die unter dem markierten Objekt liegenden Objekte
werden nicht ausgespart. Alle Objekte werden übereinander gedruckt.
Dadurch mischen sich im Offsetdruck die lasierenden Druckfarben.
- Aussparen: es gibt keine Überfüllung. Diese Einstellung
ist stark blitzergefährdet.
- Autom. Wert + : der Hintergrund wird mit dem Standardwert überfüllt.
- Autom. Wert - : das Objekt wird mit dem Standardwert unterfüllt.
- Anwenderdefiniert: hier geben Sie einen eigenen Überfüllungswert
ein.
Beim Anlegen oder Bearbeiten einer Farbe können Sie farbspezifische
Überfüllungsregeln definieren.

Im obenstehenden Beispiel legen Sie fest, wie ein cyanfarbiges Objekt
überfüllt wird, wenn es über einem in der Farbe "Sand"
eingefärbten Objekt steht. In der Spalte "Rückwärts"
sehen Sie den Wert für ein sandfarbenes Objekt, welches auf einem
cyanfarbigen Hintergrund steht.
Wenn XPress keine anwenderdefinierten Überfüllungsregeln gefunden
hat, wendet XPress die Programmvorgaben an.
Die Überfüllungsmethode "Alle Aussparen" verhindert
jegliche Überfüllung.
Die Methode "Proportional" liefert abhängig von Kontrast
der zu vergleichenden Farben eine geringere Überfüllung als
die Methode "Absolut".
Die Option "Überfüllungsauszug" reduziert die Saumbildung
an den überfüllten Kanten, indem für jeden Farbauszug eine
individuelle Überfüllung errechnet wird.
Sie sollten die Option "Weiß ignorieren" aktivieren, damit
XPress die Farbe des Papiers nicht als eigene Farbe betrachtet und in
die Überfüllung einberechnet.
Die "Aussparbegrenzung" sorgt dafür, dass eine Überfüllung
erst dann angewendet wird, wenn der Helligkeitsunterschied der zu vergleichenden
Farben mindestens dem dort angegebenen Wert entspricht.
"Überdrucken über 95%" bedeutet, dass Objekte mit
mehr als 95% Schwarz (wie z.B. schwarze Schrift) darunterliegende Flächen
nicht aussparen, sondern komplett überdrucken.
Aufgabe
Erstellen Sie eine Datei mit unterschiedlich überfüllten Objekten.
Drucken Sie eine Separation der überfüllten Objekte mit 400%
Vergrößerung auf einem postscriptfähigen Laserdrucker.
Geben Sie für Testzwecke bei den Überfüllungswerten besonders
hohe Werte an (2 mm oder mehr), um den Überfüllungseffekt besser
sehen zu können.
Tipp
Erhöhen Sie den Standardüberfüllungswert in XPress
je nach Qualität des Druckverfahrens auf 0,2 -0,3 pt.
Wenn Sie in den Voreinstellungen die Methode "proportional"
anstatt "absolut" wählen, vergleicht das Programm den Tonwertunterschied
der zu überfüllenden Objekte und errechnet anhand dieses Tonwertunterschieds
die Überfüllung. Die proportionale Methode ergibt eine geringere
Überfüllung, als die absolute Methode.
Die Überfüllungsregeln gelten nur für in XPress erstellt
Objekte. Nicht aber für ein importiertes EPS.
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