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Speichermedien
 
    lokale Speichermedien  
 

 

Sie haben verschiedene Speichermedien in Ihrem Computer zur Verfügung. Die meisten Rechner besitzen ein Diskettenlaufwerk, vielleicht haben Sie über das Netzwerk Zugriff auf einen Server oder Sie speichern Ihre Daten auf eine interne Festplatte wie die unten abgebildete CP3200F von Seagate.

Festplatte

Bei Festplatten wird zwischen IDE- und SCSI-Festplatten unterschieden. Die wesentlich teureren SCSI-Platten haben eine kürzere Zugriffszeit als IDE-Platten (ca. 4-9 Millisekunden bei SCSI gegenüber ca. 8-14 Millisekunden bei IDE) und werden auch wegen ihrer Geräuschentwicklung üblicherweise nur noch in Servern eingesetzt. Die abgebildete SCSI-Festplatte besitzt eine Speicherkapazität von ca. 210 MB (MegaByte). Auf der Platine sehen Sie die Steuerungselektronik, sowie die Anschlüsse für den SCSI-Adapter und das Netzteil.

Festplatte offen

Wenn Sie das Gehäuse aufschrauben, sehen Sie bei dieser Platte vier Scheiben an deren Ober- und Unterseite jeweils ein Schreib-Lesekopf sitzt. Öffnen Sie nur alte Festplatten, die Sie nicht mehr brauchen. Der Datenträger ist unbrauchbar, sobald die Scheiben mit Staub in Berührung gekommen sind.

Im folgenden finden Sie eine Auswahl an gebräuchlichen Speichermedien:

 
 
Speichermedium Kapazität Zugriffszeit Datendurchsatz Datensicherheit
Festplatte (SCSI) bis 140 GByte 4-9 ms bis zu 70 MByte/s hoch
Festplatte (IDE) bis 300 GByte 8-14 ms bis zu 60 MByte/s hoch
3,5' Diskette 1,4 MByte 280 ms 0,13 MByte/s niedrig
Iomega Zip 100 / 250 MByte 30 ms ca. 0,7 MByte/s mittel
Iomega Jaz 2 GByte 26 ms 1,7 MByte/s mittel
Magnetoopt. Wechselplatte 230 MByte bis
5,2 GByte
20 - 40 ms 0,5 - 2 MByte/s hoch
DAT Streamer 2 bis 40 GByte langsam 0,1 - 1,5 MByte/s mittel
CD-ROM 700 MByte 70 - 120 ms 3,5 - 6 MByte/s hoch
DVD 2,6 - 17 GByte 90 - 150 ms 2 - 4 MByte/s hoch
 
 

(Stand April 2002)

Die Angaben für die Speichermedien sind Durchschnittswerte. So beziehen sich Zugriffszeit und Datendurchsatz z.B. bei der Festplatte auf eine SCSI-Platte. Die durchschnittliche Zugriffszeit bei einem DAT-Streamer ist durch das Spulen des Bandes an die richtige Stelle, sehr langsam.
Neben den obenstehenden Angaben sind auch weitere Eigenschaften wichtig, wie z.B. der Preis pro GByte. So bezahlte man im April 2002 für externe USB/Firewire-Festplatten zwischen ca. 3,- EUR (Maxtor Personal Storage 3000XT) und 24,- EUR (Addison Argospy 20GB) pro GByte.
Inzwischen (November 2005) ist man bei 70 Cent pro GByte für Festplatten und 25 Cent pro GByte für Magnetbänder angekommen. Festplatten bieten gegenüber anderen Speichermedien ein immer besseres Preis/Leistungsverhältnis - vor allem wenn man die schnellen Zugriffszeiten und den Datendurchsatz berücksichtigt.

Die meisten der oben genannten Speichermedien sind mehrfach beschreibbar, andere, wie z.B. eine in einem Presswerk produzierte CD können nur einmal beschrieben werden.
Alle magnetischen Speichermedien vertragen übrigens weder Hitze noch Feuchtigkeit, Stromausfälle oder elektromagmetische Strahlung, Sie sollten Ihre Zip-Cartridge also besser nicht längere Zeit auf Ihrem Röhrenmonitor liegen lassen.

 

 

 

 

 

 

  Server und Storage Area Networks

 


Wenn Sie in einem Netzwerk arbeiten, sollten Sie Ihre Daten nicht lokal auf Ihrem Computer, sondern auf einem zentralen Server speichern. Das hat den Vorteil, dass mehrere Mitarbeiter von verschiedenen Rechnern aus auf die selben Daten zugreifen können. Server arbeiten üblicherweise mit SCSI Platten, die zu sogenannten Disk-Arrays zusammengefasst werden können.
Wie ein solcher Fileserver unter Linux bzw. Mac OS eingerichtet wird, sehen Sie im Abschnitt Netzwerke.

Bei großen Datenmengen, auf die hochverfügbar zugegriffen werden muss, sind SANs (Storage Area Networks) in Rechenzentren eine technisch anspruchsvolle Lösung. In diesen Netzen werden die einzelnen Speichermedien üblicherweise per Fibre Channel verbunden. Hierbei können mehrere Server parallel die Anfragen der Rechner aus dem LAN beantworten und die Verbindungen zwischen Clients und Speichermedien herstellen.

 

 

Literaturhinweise:

KiloByte und PetaByte

c't 08/96 S. 112: Wechselplatten im Vergleich.
c't 22/99 S. 110: Festplatten, Wechselplatten CD-ROM und DVD.

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Letzte Aktualisierung dieser Datei am: 07.11.2005
Autor: Stephan Franke · Impressum und Hinweise zu diesen Seiten · Suche
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