| |
Im Desktop Publishing wird mit zwei grundsätzlich unterschiedlichen
Grafiktypen gearbeitet. Mit Programmen wie Macromedia FreeHand, Adobe
Illustrator oder Corel Draw werden sogenannte Vektorgrafiken erstellt.
Eine Bildbearbeitungssoftware wie Adobe Photoshop, Photopaint oder Gimp
erstellt Pixelgrafik.
Wie unterscheiden sich beide Grafiktypen? Die Dateigröße
von Vektorgrafiken ist meist wesentlich kleiner als die von Pixelgrafik
(auch "Bitmap" genannt). Ein weiterer Vorteil von Vektorgrafik
ist die Skalierbarkeit. Sie können die Objekte ohne Qualitätsverlust
beliebig vergrößern oder verkleinern, was bei einer JPEG- oder
TIF-Datei nicht möglich wäre.

Vektorgrafik speichert Konturen und Flächen als mathematische Beschreibung
von Kurven, während in einer Pixelgrafik jedes Objekt in kleine Kacheln,
die sogenannten Pixel aufgelöst wird. Wenn Sie sich mit dem Lupenwerkzeug
an eine Pixelgrafik heranzoomen, werden Sie irgendwann erkennen, dass
das Bild aus vielen kleinen Kacheln (den Pixeln) zusammengesetzt ist.
In eine Vektorgrafik können Sie sich ohne Qualitätsverlust beliebig
reinzoomen. Auch das Ändern von Objekteigenschaften funktioniert
anders, als bei Pixelgrafik. Versuchen Sie mal in Photoshop nachträglich
einer Linie eine andere Linienstärke zuzuweisen, in vektororientierten
Programmen ist das kein Problem. Auch beim Ändern der Farbe eines
Objekts haben Sie in Illustrator weniger Probleme, als in Photoshop, wo
nach dem Umfärben eines Bildteils evtl. ein Farbsaum stehen bleibt.
Letztendlich unterscheiden sich die Grafikarten auch durch ihre eigene
Ästhetik. Vektorgrafik wirkt meistens glatter und cleaner als eine
Pixelgrafik.
|